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Ein altes Ehepaar hat während der belgischen Hoheit beantragt, zum Gedenken ihrer Goldenen Hochzeit die Kirche besuchen zu dürfen. Diesem Antrag wurde stattgegeben und so fanden sich die beiden alten Leute dort ein.
Gedicht von Irma Becker - anlässlich ihres Besuches in Wollseifen am 1. Mai 2007
Goldhochzeit in Wollseifen

Maiwind trägt Blütenschnee durch hohe Fensterhöhlen,
er taumelt nieder auf das alte Paar

Kein jubelnd Lied, kein Glockenklang, wie damals.
Und niemand, der einst Glück gewünscht, ist da.

Im Skelett der alten Kirche stehen nur die beiden Alten
und übers Lächeln rinnen Tränen durch die Falten.

An den verbognen Angeln des zerschlagenen Portals
Soldaten, kommandiert zu der bizarren Szene.
Auch ihnen hatte man gesagt, es sei das Recht der Sieger,
doch stehn sie da, Verlegenheit und Zweifel in der Miene.

Sie weichen achtungsvoll zurück und bilden für das greise Paar Spalier
Und draußen prunkt der Kirschbaum wieder in der Blüte, so wie vor 50 Jahren hier.
Traditions- und Förderverein Wollseifen e.V.